Die CDU in Preetz hat sich bereits in den zurückliegenden Jahren stark für den Klimaschutz eingesetzt.

Mit dem Beschluss der Stadtvertretung vom 04.09.2019, dass Preetz bis 2030 klimaneutral sein soll, wurde der Haupt- und Finanzausschuss beauftragt, sich damit zu befassen, was dies denn konkret bedeute und welche detaillierten Auswirkungen oder Erfordernisse dieser Beschluss mit sich bringt.

Gegenwärtig erzeugt jeder Preetzer Bürger, jede Preetzer Bürgerin durchschnittlich 11,3 Tonnen CO2 pro Jahr. Damit eine Klimaneutralität erreicht wird (d.h. die Erderwärmung auf 1,5 Grad plus begrenzt bleibt), müsste man seine CO2 Emission auf 1,7 Tonnen / Jahr reduzieren. Das sind 9,6 Tonnen Einsparung – pro Person! Bezogen auf die Einwohnerzahl unserer Stadt bedeutet dies, dass jährlich ca. 15.000 Tonnen weniger an CO2 erzeugt werden dürfen – eine ordentliche Hausnummer!

Wirft man einen Blick auf die verschiedenen Bereiche in denen das CO2 anfällt, so kommt man zu folgender Übersicht: 36 % Verkehr, 33 % Haushalte, 29 % Wirtschaft. Lediglich 2% werden durch die Kommune selbst verursacht.

Gegenwärtig arbeiten wir an konkreten Maßnahmen, um dem Ziel näher zukommen. Mittelfristig wäre es sinnvoll ein stadtweites Wärmenetz aufzubauen, in das regenerative Energien eingespeist werden könnten. Die PreBEG macht hier den ersten Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen aber folgen. Im Natur- und Klimaschutzausschuss haben wir erst kürzlich den Antrag gestellt, zu prüfen, ob es möglich ist, Wärme im Wärmetauschverfahren aus den Preetzer Gewässern zu gewinnen und diese in ein Wärmenetz einzuspeisen. Gegebenenfalls muss sich Preetz auf den Weg machen, wieder eine eigene Stadtwerke „Wärmenetz“ zu betreiben.

Preetz braucht noch mehr Ideen! Daher unterstützen wir das Vorhaben, eine Bürgerbeteiligung zu starten und mit Veranstaltungen zu ausgewählten Handlungsfeldern im Klimaschutz, Maßnahmen für den Klimaschutz zu diskutieren und zu initiieren. Aber: allein an den guten Willen zu appellieren, reicht aus unserer Sicht nicht mehr aus. Es müssen auch Beschlüsse getroffen und Regelungen auf den Weg gebracht werden, die dem Klimaschutz dienlich sind. Dies war für uns der Grund - gemeinsam mit der BGP und den Grünen – insgesamt 500.000 € (200.000 € für 2020 und 300.000 € für 2021) als Investition für den Klimaschutz in die Haushaltsplanung aufzunehmen.

15.000 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr bedeutet ungefähr: das alle Haushalte ihren Strombezug auf Ökostrom umstellen oder dass ca. 1/3 der Haushalte nur noch durch regenerative Energien beheizt werden. Fokussiert man sich allein auf den Verkehr (36% der CO2 Emission) müsste es gelingen, den CO2 Ausstoß bis 2030 jährlich um ca. 8,5% zu reduzieren. Hierfür ist ein Umstieg auf den ÖPNV, für Berufspendler aus Preetz vor allem Richtung Kiel und Plön auf die Bahn, notwendig. Aber auch den innerörtlichen Pkw-Verkehr, der in Preetz sehr stark ist, gilt es zurückzufahren. Bessere Erreichbarkeit von Schulen, Kitas, der Innenstadt etc. mit dem Rad, zu Fuß oder dem (Ruf)Bus sind von Nöten. Außerdem ist es dringend geboten, den Pkw-Verkehr Richtung Schulen und Innenstadt zu reglementieren. Die bestehende Parkscheibenregelung für die Innenstadt reicht hierfür schon lange nicht mehr aus. Der Bürgermeister Demmin muss endlich seine Blockadehaltung zur Erhebung von Parkgebühren aufgeben. Ansonsten wird das Klimaschutzziel für 2030, jedenfalls für den Bereich Verkehr, schwerlich erreichbar sein.

 

Übrigens: wer mal seinen ganz persönlichen CO2 Abdruck berechnen will, der kann dies online über das Umweltbundesamt und den CO2-Rechner machen. (uba.co2-rechner.de)

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